News vom St. Galler Verband für Weiterbildung.


Eine äusserst kreative Tagung zum Thema Kreativität

Die Jahrestagung 2018 des SVW trug dieses jahr den Titel «Kreativität in der Bildung - nicht nur Talentsache». Sie fand am 9. Juni in St.Gallen statt und bestach vor allem durch ihre Kreativität und Unterhaltsamkeit.

Ausbildnerinnen sollten kreativ sein, Lehrer sollten Ideen haben, wie sie den Unterricht zielgerichtet und attraktiv gestalten wollen. Doch woher kommen die Ideen, und wie ist man kreativ? Alles eine Frage des Talents? «Auch - aber nicht nur», sagt Jiri Scherer, Moderator von Innovationsworkshops und Kreativitätsseminaren. Er leitete die Tagung 2018. Wie man Kreativität «herauskitzeln» kann, zeigte er etwa mit den «Six Thinking Hats», den sechs denkenden Hüten, die es erlauben, strukturiert Ideen zu entwickeln.
Damit an dieser Tagung neben dem Geist auch der Körper nicht zu kurz kamen, stand unserem Kreativitätsexperten Patrick Fust zur Seite. Der gelernte Lehrer probierte mit den Teilnehmenden Bewegungsideen aus, mit denen er sogar gelangweilte Oberstufenschüler aus dem Busch klopft.

Die beiden sorgten an der Tagung des SVW dafür, dass auch keinem Erwachsenen langweilig wurde.

Hier finden Sie die Präsentation von Jiri Scherer
Hier finden Sie Bewegungsübungen von Patrick Fust

 

 

Die HV des SVW 2018 fand am 1. März statt

Am 1. März hat der St.Gallische Verband für Weiterbildung SVW seine 27. Hauptversammlung abgehaltent. Es nahmen etwas mehr als 20 Mitglieder teil, durchgeführt wurde die HV im Restaurant Papagei in St.Gallen - mit Einladung zum anschliessenden Nachtessen.
Die HV warf keine grossen Wellen, alle Abstimmungspunkte wurden einstimmig oder per Akklamation angenommen; dennoch gab es auch Diskussionen, etwa zur Frage, die vom SVW-Präsidenten Felix Mätzler im Jahresbericht aufgeworfen wurde, wieweit sich der Verband auch gesellschaftspolitisch engagieren soll.

Lesen Sie dazu den Jahresbericht des Präsidenten im Protokoll der HV 2018

 

 

Abschlussbericht: Welche Bildung brauchen Bildner

(Dezember 2017) Im vergangenen Juni organisierte der SVW seine Jahrestagung zum Thema «Welche Bildung brauchen Bildner?». Im Nachgang zur Tagung ist nun eine Dokumentation erschienen, die die Themen der Tagung auflistet, den Diskussionsverlauf und die Ergebnisse abbildet, und schliesslich eine Interpretation dieser Ergebnisse vornimmt.
Verfasst hat die Dokumentation Bernadette Dilger, Professorin für Wirtschaftspädagogik an der Uni St.Gallen. Dilger war auch als Referentin an der Tagung anwesend.

Hier finden Sie den Bericht «Welche Bildung brauchen Ausbildnerinnen und Ausbildner bzw. Berufsbildner?»

 

 

Ausbildung bei der Polizei: Schiessen und Psychologie

(November 2017) Da wird jeder Bildungsanbieter vor Neid erblassen: Wenn es um die Ausbildung der Leute geht, die die Staatsgewalt durchsetzen, hat die Polizei das absolute Monopol. Da kommt ihr kein Privater und auch keine ausländische Institution in die Quere. So sind es denn nicht weniger als  10'000 Kurstage, die die Kantonspolizei St.Gallen für ihre Mitarbeitenden jährlich organisiert, den grössten Teil natürlich in der Grundausbildung. Diese Grundausbildung führt sie zusammen mit den anderen Ostschweizer Polizeikorps und mit den Liechtensteinern in Amriswil durch. Bei der Polizeiausbildung gilt übrigens: Anstellung vor Ausbildung.

Dies und einiges mehr erfuhren die Teilnehmenden am letzten Quartalstreff des SVW anfangs November. Paul Rieser und Michael Wick, die Ausbildungsverantwortlichen der Kantonspolizei St.Gallen, zeigten denn auch, welche Auswahlkriterien angewendet werden, bis die richtige Polizistin oder der richtige Polizist gefunden ist. Ein komplexes Auswahlverfahren, von den Teilnehmenden des ersten Infoabends sind es am Schluss noch zehn Prozent, die dann tatsächlich die Schule in Amriswil antreten. Dass dabei das Alter nicht primäres Entscheidungsmerkmal ist, zeigt die Tatsache, dass immer häufiger auch Leute zur Ausbildung zugelassen werden, die den 40. Geburtstag bereits gefeiert haben.

Ebenfalls klar wurde an diesem Q-Treff: Der Beruf des Polizisten setzt eine breitgefächerte Ausbildung voraus. Polizistinnen brauchen juristisches Wissen ebenso wie psychologisches Geschick, und schiessen müssen sie auch noch können.
Dies alles unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer einfach, das sagte der Ausbildungsverantwortliche Paul Rieser: «Es gibt Leute, die bestens für diese Arbeit geeignet wären, und dann scheitern sie daran, dass sie zu viele Rechtschreibfehler machen».

 

Eine bewegte Schule und eine Schule mit Yoga

(September 2017) Im letzten Quartalstreff vom Donnerstag, 7. September, präsentierten sich zwei Persönlichkeiten, die mit innovativen Projekten in unserer Bildungswelt unterwegs sind. Da war zum einen die gebürtige St.Gallerin Edith Nemeth, die seit Jahren in Düsseldorf zuhause ist und dort Yoga anbietet - auch Yoga in der Schule. Wie sie Zwölfjährige mit ADHS zum Stillsitzen bringt, oder wie sie es schafft, die coolen Grossstadt-Teenager für die sanfte Kraft des Yoga zu gewinnen, erzählte sie an diesem Abend.

Ihr zur Seite stand Patrick Fust, der schon als aktiver Lehrer entdeckt hatte, wie stundenlanges Sitzen den Geist vernebelt, und der aus dieser Erkenntnis das «Bewegte Lernen» entwickelt hat, mit dem er nun durch Schulen tourt und in  Weiterbildungen Lehrerinnen und Lehrer für diese Lernmethode sensibilisiert.

Zwei Menschen mit ganz unterschiedlichen Angeboten, aber mit dem gleichen Ziel, erzählten in lockerer Gesprächsrunde, befragt von Felix Mätzler, SVW-Präsident und Leiter der Medienschule. Klar natürlich, dass die beiden nicht nur redeten, sondern in einfachen Müsterchen, die rund 25 Anwesenden selber in Bewegung brachten, respektive mit Yoga zu Ruhe und Klarheit.

Danke an die Cambridge English Languages School für das Gastrecht!