News vom St. Galler Verband für Weiterbildung.


Q-Treff: Auch Erwachsene leiden an ADHS

Sind Sie hilfsbereit und fürsorglich? Haben Sie einen ausgesprochenen Gerechtigkeitssinn? Sind Sie daneben noch ein «Stehaufmännchen» und schauspielerisch begabt? Gut möglich dann, dass bei Ihnen ein ADHS, also ein Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom, diagnostiziert wurde; eine «Krankheit», bei der in unserer Gesellschaft fast nur die Schattenseiten unsere hypersensible Aufmerksamkeit gewinnen.

Kein Wunder, passen doch Kinder mit ADHS  ganz schlecht in eine Welt, in der allerorten Angebote zur Zerstreuung lauern, andererseits aber Anpassung und Konformität wichtige Erfolgsfaktoren sind.
Was für Kinder mit ADHS gilt, zählt ebenso für Erwachsene, zumal sich ADHS nur selten auswächst. Das und noch viel mehr erzählte Karin Raschle von der ADHS-Fach- und Beratungsstelle elpos in ihrem Referat am 14. Januar vor den rund 20 Interessierten vom SVW. Die Fachfrau hat uns freundlicherweise ihre PowerPoint-Präsentation zur Verfügung gestellt.
Dafür und für das spannende Referat herzlichen Dank!

Fachvortrag ADHS-Stolperstein auf dem Weg ins Erwachsenenalter?

 

 

Das Museum zwischen Raritätenkabinett und Bildungsort

Der letzte Q-Treff 2018 führte uns ins Naturmuseum St. Gallen. Ein Museum erfüllt ja viele Funktionen: So stillt es den «Gwunder» der Besucher auf die heimische Geschichte, die weite Welt oder die Wunder der Natur. Das ist das Museum als Raritätenkabinett, mit dem Kalb mit zwei Köpfen oder der ägyptischen  Mumie.

Ein Museum ist aber meist auch ein Ort der Wissenschaft, ein Ort der Bildung. Im Museum werden Gesteine gesammelt oder Schmetterlinge; diese werden bestimmt, katalogisiert, archiviert und so der Nachwelt erhalten.

Das Museum, irgendwo zwischen Raritätenkabinett, Archiv und Bildungsinstitution. Doch wie gehen moderne Museen mit diesen unterschiedlichen Aufgaben und Erwartungen um? Inwiefern haben sie einen Bildungsauftrag, wer gibt ihnen diesen Auftrag und wie kommen sie diesem nach? All diese Fragen beantwortete Toni Bürgin. Er ist nicht nur seit 22 Jahren Direktor des St. Galler Naturmuseums, er durfte dieses auch in einem modernen Neubau am Stadtrand ganz neu gestalten und vor einigen Monaten eröffnen.

Der Q-Treff im Naturmuseum St. Gallen (Rorschacherstrasse 263) fand  am Dienstag, 6. November, statt. Nach dem Vortrag und der Fragerunde mit Museumsdirektor Toni Bürgin waren alle zum Apéro eingeladen.

 

Q-Treff: Der Blick-Redaktor gab Auskunft

Wer Kurse oder Lehrgänge anbietet, ist darauf angewiesen, dass interessierte Menschen auch davon erfahren. Zeitungen, Fachzeitschriften und Online-Portale sind immer noch die geeigneten Medien, um mit Themen in die Öffentlichkeit zu kommen.
Doch wie schafft man es, dass die Medien Kursvorschauen oder Berichte veröffentlichen? Welche Medien, welche Portale sind geeignet und wie erreicht man sie? Was muss man liefern und wie macht man Journalisten und Journalistinnen «gluschtig» für das Thema?

All dies wusste Flavio Razzino, der während mehreren Jahren als Lokaljournalist und Redaktionsleiter für Zeitungen in Rorschach, im Toggenburg und in Schaffhausen gearbeitet hat. In seinem Referat am Q-Treff vom Oktober 18 zeigte er die wichtigen Tricks und Kniffs im Umgang mit Medien; vor allem auch, was denn genau die journalistische Sprache ausmacht.
Heute arbeitet Flavio Razzino beim Blick. Und so erläuterte er denn auch, warum es meistens besser ist, wenn man als Kursleiter oder Bildungsinstitution nicht im Blick erscheint…

 

Eine äusserst kreative Tagung zum Thema Kreativität

Die Jahrestagung 2018 des SVW trug dieses jahr den Titel «Kreativität in der Bildung - nicht nur Talentsache». Sie fand am 9. Juni in St.Gallen statt und bestach vor allem durch ihre Kreativität und Unterhaltsamkeit.

Ausbildnerinnen sollten kreativ sein, Lehrer sollten Ideen haben, wie sie den Unterricht zielgerichtet und attraktiv gestalten wollen. Doch woher kommen die Ideen, und wie ist man kreativ? Alles eine Frage des Talents? «Auch - aber nicht nur», sagt Jiri Scherer, Moderator von Innovationsworkshops und Kreativitätsseminaren. Er leitete die Tagung 2018. Wie man Kreativität «herauskitzeln» kann, zeigte er etwa mit den «Six Thinking Hats», den sechs denkenden Hüten, die es erlauben, strukturiert Ideen zu entwickeln.
Damit an dieser Tagung neben dem Geist auch der Körper nicht zu kurz kamen, stand unserem Kreativitätsexperten Patrick Fust zur Seite. Der gelernte Lehrer probierte mit den Teilnehmenden Bewegungsideen aus, mit denen er sogar gelangweilte Oberstufenschüler aus dem Busch klopft.

Die beiden sorgten an der Tagung des SVW dafür, dass auch keinem Erwachsenen langweilig wurde.

Hier finden Sie die Präsentation von Jiri Scherer
Hier finden Sie Bewegungsübungen von Patrick Fust